Heimische Wildtiere


„Igel in Not”-Infoabend war gut besucht

Igel beim Trinken

Der Tierschutzverein Rhein-Wied e.V. und der Förderverein der Wildtierpflegestation des NABU Waldbreitbach hatten am 30.09.09 zu einem Informationsabend über Igel und Igelhaltung nach St.Katharinen eingeladen.

Oliver Meier vom NABU führte mit einer Fotoshow durch ein Igelleben. Anhand von Fotos mit Mecki und Freddi aus der Wildtierpflegestation erhielten die Tierfreunde einen Überblick über die Aufzucht und die artgerechte Pflege. Der Igel - ein geschütztes Wildtier - lebt in unseren Gärten als gern gesehener Gast, auf dessen Speiseplan Schädlinge wie Nacktschnecken, Larven, Insekten stehen. Gerne nascht er vom Hunde- oder Katzenfutter. Gegen seine natürlichen Feinde wie Uhu und Fuchs ist er oft hilflos, aber bei Gefahr durch den Mensch oder als Schutzstellung auch vor neugierigen Hunden oder Katzen hilft ihm nur das „Einigeln”. Nur leider nicht auf der Straße. Hier ist in waldreichen Gebieten rücksichtsvolles Fahren angesagt.

Das größte Problem im Igelleben ist allerdings der Mensch, der in seinem Garten unbewusst oft tödliche Fallen für den Igel aufstellt. Wenn die Pflanzen im Garten gegen Unkraut gespritzt werden, sind unweigerlich auch die Insekten damit betroffen, die später vom Igel gefressen werden. Somit beginnt ein Kreislauf über die Nahrungssuche, Nahrungsaufnahme, Vergiftung, Tod. Durch den Duft von Speck in Ratten/Mausefallen werden die Igel angelockt, erhebliche Verletzungen am Maul sind die Folgen, so dass oft keine Nahrung mehr damit aufgenommen werden kann und das Tier verhungern muss.

Bitte achten Sie darauf, dass Lichtschächte, Gartenteiche, etc. abgedeckt sind oder ein Brett zum Hinausklettern vorhanden ist. Dies nützt nicht nur den Igeln, sondern auch Kleinlebewesen wie Mäuse und Eidechsen haben so eine Chance, wieder sicheren Halt zu erreichen. In Obstbaumnetzen verfangen sich nicht nur die Vögel, auch Igel können dort steckenbleiben und langsam verenden. Müllsäcke (Plastiktüten) mit Konservendosen vom Katzenfutter duften für einen Igel verführerisch, so dass die Neugier oder der Hunger mit Verletzungen oder gar mit Tod enden kann.

Gerade jetzt suchen sich die Igel ein geeignetes Winterquartier, sei es im Komposthaufen, im aufgehäuften Laub oder unter dem Holzstoß. Bitte setzen Sie nie Kompost oder Laubhaufen um, ohne vorher locker mit der Hand durchgefahren zu sein. Auch nicht mit einer Harke aufrechen. Dies könnte den Igel, der es sich dort schon gemütlich gemacht hat, erheblich verletzen, auch ohne dass es bemerkt wird !

Wenn ein Igel „gefunden” wird, bitte erst (evtl. über Nacht, da nachtaktiv) beobachten, ob das Tier sich artgerecht verhält oder ob es Verletzungen aufweist. Zuerst reicht es aus, das Tier mit Wasser zu versorgen, man kann auch etwas Katzen-/Hundefutter anbieten, keine Milch! Wenn am nächsten Morgen das Fressen nicht angerührt wurde, muss sofort der Tierarzt oder eine Igelstation aufgesucht werden, dies gilt natürlich ebenso bei Verletzungen. Gegen Unterkühlung wird dem Tier eine Wärmflasche angeboten. Igel stehen unter Artenschutz und dürfen der Natur (dazu zählt auch der eigene Garten!) nicht bzw. nur in bestimmten Ausnahmefällen entnommen werden.

Wir danken Herrn Meier für den informativen Vortrag. Ebenso danken wir unseren Gästen für das rege Interesse!

Ein Bericht von U. Leonhardt

Krtenwanderung2Die bei uns – noch relativ - häufig vorkommende Krötenart ist die Erdkröte (Bufo bufo), eine der etwa 21 Amphibienarten in Deutschland. Sie gehört zu der Gruppe der Froschlurche und ist ein wechselwarmes Tier. Sie sind dämmerungs-/nachtaktiv und verbringen die Tage ruhend unter Steinen, im Totholz, Laub oder selbstgegrabenen Erdlöchern. Der Lebensraum reicht von halboffenen Wiesenlandschaften, Weiden und Hecken und sind auch in Hausgärten anzutreffen. Besonders beliebt sind Laub- oder Mischwälder. Auch Feuchtbiotope werden gerne aufgesucht.

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pixelioDer Siebenschläfer (Glis glis) ist ein mausähnliches, nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche (Gliridae). Er erhielt seinen Namen wegen seines sieben Monate dauernden Winterschlafes. Sein Schlafquartier sucht sich der Siebenschläfer gerne in Baumlöchern, Vogelhäuschen und auch unter den Dächern von Häusern. Dort verschläft er den lieben langen Tag, während er Nachts umherläuft.

Aussehen
Obwohl der Siebenschläfer einem Grauhörnchen (oder Eichhörnchen) ähnlich sieht, ist er doch erheblich kleiner, hat große, schwarze Augen, rundliche Ohren und einen buschigen Schwanz. In seinem Gesicht hat er lange Tasthaare und seine Fußballen sind stets etwas feucht und so beschaffen, dass er Bäume und Wände ohne Probleme erklimmen kann.

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Der Buntspecht (Dendrocopos major; auch Großer Buntspecht, Rotspecht, Schildspecht) gehört zur Gattung der Buntspechte (Dendrocopos) und der Familie der Spechte (Picidae). Er ist die am häufigsten vorkommende Spechtart in Mitteleuropa. Man kann ihn auch ihn Städten gut hören, da er auch Stadtparks als Lebensraum nutzt.

buntspechtNeben Europa gibt es weitere Vorkommen in Nord- und Ostasien, Nordwest-Afrika (Atlas-Länder) und in Südwest-Asien (Anatolien, Kaukasus-Länder, Nord-Iran). In Mitteleuropa ist er Standvogel, im Norden gelegentlich auch Strichvogel (Wikipedia).

Lebensraum

Eichenmischwälder mit viel Totholz bieten dem Buntspecht einen optimalen Lebensraum, man findet Ihn aber auch in Laub- und Nadelwäldern, Parks und Kulturlandschaften, sofern Alleen, Windschutzstreifen oder kleine Baumgruppen vorhanden sind.

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