Archive for Juni, 2009

Wir stellen Ihnen hier das Landeshundegesetz Rheinland-Pfalz in der Fassung vom 22. Dezember 2004 zur Ansicht bereit.

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pixelio.deImmer öfter begegnen wir Hundehaltern, die ihr Tier mit einem sog. „Halti“ führen, und dies oftmals nur mit diesem Kopfhalter.

Der Tierschutzverein Rhein-Wied e.V. weist darauf hin, dass es sich bei einem Halti um eine Trainingshilfe handelt, die unbedingt einer sachgemäßen Anweisung zum Gebrauch bedarf! Ein Halti-Halfter ist als Führungshilfe zu betrachten und sollte nur mit einer normalen Hundeleine angewandt werden.

Das Halfter wird am Kopf des Hundes befestigt, über die Schnauze gezogen. Das Tier kann damit hecheln, bellen, trinken, (aber auch beißen!) wenn die Leine locker gehalten wird. Sobald auf das Halti ein sanfter Zug entsteht, zieht sich die Schlaufe zusammen und das Tier wird gezwungen in die Richtung zu schauen, die ihm der Mensch vorgibt. Es entsteht so der gewünschte Blickkontakt mit dem Tier. Hierdurch wird der Hund von seinem Vorhaben abgelenkt und eine evtl. schwierige Situation wird so entschärft.

Der Druck auf die Nasenregion bedeutet in der Hundesprache Verschiedenes: Ein sanfter Druck ist eine vertraute Kontaktaufnahme, ein kräftiger Druck signalisiert eine Spielaufforderung und ein starker, schneller Druck gilt als Drohung untereinander. Damit wird klar, wie sensibel mit diesem Halfter umgegangen werden muss, um keine Missverständnisse zwischen Hund und Halter entstehen zu lassen. Mit klaren, sanften Signalen ist zu erreichen, dass der Hund die Befehle befolgt. Wenn der Hund nur mit dem Halti geführt wird, kann ein schneller Ruck nach vorne oder kräftiges Ziehen an der Haltileine bei dem Tier Verletzungen im Halswirbelbereich auslösen!

Haltis werden überwiegend bei Aggressionen gegenüber Artgenossen und permanentem Ungehorsam, wie Ziehen an der Leine angewendet. Durch das sanfte Hinlenken des Kopfes zum Hundehalter hin, wird das Tier von seinem eigentlichen Vorhaben abgelenkt und die Situation entschärft. Mit gezieltem Training ist ein entspanntes Gehen für Mensch mit Hund möglich.

pixelio.deLeider werden immer wieder Tiere von ihren Besitzern einfach ausgesetzt, wie jetzt im Bereich Roniger Hof in Linz geschehen.

Aufgrund eines Anrufes, dass sich eine zutrauliche Farbratte in einem Garten aufhalte, wurde tagelang versucht, das handzahme Tier anzulocken und einzufangen. Leider ohne Erfolg. Immer wieder wurden zwei oder auch drei Tiere gemeinsam gesehen, die voller Begeisterung Spaziergängern mit Hunden hinterher liefen.

Einerseits sind Ratten anpassungsfähige Tiere, die nach einiger Zeit in der Natur wieder verwildern und so auch eventuell überleben können. Andererseits sind handzahme Hausratten den Gefahren von Katzen, Hunden, Mardern und Greifvögeln hilflos ausgeliefert. Mittlerweile wurde auch schon eine der zahmen Farbratten tot aufgefunden.

Hier apelliert der Tierschutzverein Rhein-Wied e.V. an das Verantwortungsbewusstsein der sogenannten „Tierfreunde“, nicht einfach die nicht mehr gebrauchten Haustiere zu entsorgen, sondern im nächsten Tierheim abzugeben. Ein Anruf beim Tierschutz genügt meistens schon, damit die Tiere artgerecht untergebracht und versorgt werden können.

Seit Vereinsgründung im November 2006 lädt der Tierschutzverein Rhein/Wied e.V. zum monatlichen Tierschutz-Stammtisch ein. Hierzu sind nicht nur alle Mitglieder herzlich willkommen – auch Freunde, Förderer, Interessierte und Tierschutzring-Partner sind gern gesehene Gäste am runden Tisch. Ein Augenmerk legen wir auf die Zusammenarbeit der einzelnen Vereine und Organisationen. Nur wenn Kräfte gebündelt und Hand in Hand gearbeitet wird, kann effektiver Tierschutz zum Wohle der Tiere betrieben werden. Der „Runde Tisch“ soll u. a. auch zur Kontaktpflege der regionalen Vereine dienen.

Der nächste Tierschutz-Stammtisch findet am 24.06.2009 um 20 Uhr in der Gaststätte „Zur Post“ in Sankt Katharinen statt. Wer Lust hat, im Rahmen eines gemütlichen Beisammenseins aktuelle Tierschutzthemen zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen oder sich einfach über die Arbeit in einem Tierschutzverein informieren möchte, der ist herzlich eingeladen. (Vierbeiner benutzen bitte den linken Seiteneingang, der zum Bürgerhaus hin gelegen ist)