Gans (pixelio)Nachfolgend haben wir  die  verschiedenen Methoden der  Industrie zur Gewinnung von Daunen aufgelistet.

Totrupf
Die Daunen und Federn werden von dem geschlachteten Tier entfernt. Hierzu wird das bereits tote Tier in ein Wachsbad gelassen. Mit dem Wachs werden dann alle Federn ausgerissen. Da das Tier bereits tot ist, kommt es durch das Rupfen zu keinem weiteren Leiden.

Lebendrupf ist in den Hauptproduktionsländern Polen und Ungarn (beides EU-Mitgliedsstaaten!) Standard. Die Gänse werden bis zu viermal in ihrem kurzen Leben per Hand gerupft. Im Akkord werden innerhalb von fünf Stunden ca. 3000 Tiere gerupft. Den Tieren werden Beine und Flügel zusammengebunden. Anschließend werden ihnen bei lebendigem Leib die Federn von Hals, Rücken und Brust herausgerissen und die Tiere dabei schwer verletzt. Die Wunden werden ohne Betäubung notdürftig genäht.

Maschinenrupf ist die „personal sparende Variante” des Lebendrupfes. Nach Erkenntnissen der Organisation „Vier Pfoten” wird dieser in Deutschland und Frankreich praktiziert. Hierbei wird eine Gans an eine schnell rotierende Metallscheibe gehalten, wobei die Federn aus der Haut gerissen werden. Normalerweise wird diese Methode zum Rupfen toter Tiere verwendet. Der Rupf bei lebenden Tieren, inklusive dem Maschinenrupf, ist in Deutschland verboten (vier-pfoten.de).

Mauserrupf
Lebende Gänse liefern ebenfalls Daunen und zwar während der Mauser, bei der sie ihr Federkleid erneuern. In dieser Zeit werden die reifen Federn der Gänse einfach mit der Hand abgestreift. Das belastet die Tiere nicht und fügt ihnen auch keine Schmerzen zu. Diese Methode wird jedoch kaum praktiziert, da sie recht teuer ist. Aussagen von Verkäufern oder Herstellern wie „Die abgefallenen Daunen werden eingesammelt” oder „die Federn werden während der Mauser abgestrichen” sind daher sehr kritisch zu betrachten.

Quellen:
vier-pfoten.de
tierschutznews.ch