Seit 2 Jahren gibt es in Österreich die Verpflichtung zur Kennzeichnung von Hunden, jetzt hat es das Ministerium auch geschafft, die zugehörige amtliche Datenbank einzurichten.

Nachdem die verpflichtende Kennzeichnung und Registrierung von Hunden schon 2008 eingeführt wurde und am 1.1.2010 alle Übergangsbestimmungen ausgelaufen sind, hat es das zuständige Ministerium nach 2 Jahren endlich geschafft, eine amtliche Datenbank zur Verfügung zu stellen.

Die Datenbank wird vom österreichischen Bundesrechenzentrum betrieben und steht Hundehaltern kostenlos zur Verfügung. Sowohl die Registrierung von Tieren, als auch die Datenpflege und Änderung der Daten ist durch die Hundehalter möglich.

Um die Datenbank benutzen zu können ist eine Anmeldung bei der Heimtierdatenbank notwendig. Dafür ist eine aktivierte Bürgerkarte Voraussetzung, zusätzlich brauchen die Hundehalter für die Bestätigung der Anmeldung eine funktionierende eMail-Adresse.
Heimtierdatenbank für Hunde!

Stichwort Chip-Pflicht: Um entlaufene, ausgesetzte oder zurückgelassene Hunde auf ihre HalterInnen einfacher, rascher und effizienter zurückführen zu können, wurde die Kennzeichnung und Registrierung von Hunden vorgeschrieben.

Diese Seite soll Ihnen die Registrierung Ihres Hundes in der Heimtierdatenbank für Hunde bzw. das Einsehen der Daten auf bequeme Weise ermöglichen. Weiters können Sie hier Änderungen der Daten Ihrer Hunde durchführen und Änderungen die Haltung betreffend melden, wie zum Beispiel die Abgabe an einen neuen Halter bzw. die Übernahme eines Tieres von einem anderen Halter.

Zur Aktivierung der Bürgerkarte und deren Nutzung finden Sie alle dazu notwendigen Informationen auf www.buergerkarte.at.
Suche in der Heimtierdatenbank

Dieses Service ist auch ohne Anmeldung verfügbar. Die Suche ermöglicht es nach Registrierten Hunden über den Chipcode zu suchen.

Wenn das Tier in der Datenbank gefunden wurde, werden Ihnen dazu entweder die freigegebenen Kontaktdaten des Halters, oder wenn das Tier bei einer Meldestelle eingetragen ist, die freigegebenen Kontaktdaten der Meldestelle angezeigt.

Jedenfalls werden der Name, die Rasse und das Geschlecht des Tieres im Suchergebnis angezeigt.

http://heimtierdatenbank.ehealth.gv.at

Mit Tieren im Urlaub

Anreise und Aufenthalt frühzeitig planen.

Der Sommer naht, jetzt heißt es für viele: Ab in den Urlaub! Aber was tun mit Hund und Katze?

Jedes Jahr stellen sich zahlreiche Tierbesitzer diese Frage. Wer sich frühzeitig über Anreise und Aufenthalt informiert, kann die schönste Zeit des Jahres entspannt gemeinsam mit seinem Tier verbringen.

Sollen Hund und Katze mitgenommen werden, heißt es auch für sie “Sachen packen”. Fressnäpfe und das Lieblingsspielzeug gehören ebenso dazu wie das Futter, denn häufig ist die gewohnte Sorte nicht am Ferienort erhältlich. In einigen
Ländern ist es Pflicht, Hunden in öffentlichen Verkehrsmitteln Leine und Maulkorb anzulegen, daher sollten auch diese eingepackt werden.

Wer Hund oder Katze in ein anderes EU-Land mitnehmen will, braucht dafür den EU Heimtier-Ausweis. Erhältlich ist er beim Tierarzt. Bei Reisen nach Großbritannien, Schweden, Irland und Malta sind zusätzlich Nachweispflichten über eine
Tollwutimmunisierung sowie Behandlung gegen Bandwürmer und Zecken von Nöten. Hierüber sollten Tierbesitzer rechtzeitig mit ihrem Tierarzt sprechen.

Entspannt ans Ziel mit ausreichend Pausen.

Auch bei der Anreise gilt es, verschiedene Aspekte zu beachten. Bei einer Autofahrt sollten Hunde und Katzen in einer mit einer weichen Decke ausgelegten Transportbox mitgenommen werden. Tierhalter sollten auf regelmäßige
Pausen, frisches Wasser und ausreichend Kühle achten. Auch bei Flugreisen werden Hunde und Katzen in Transportboxen mitgenommen, mittelgroße und große Hunde normalerweise im Frachtraum, kleine Hunde und Katzen in der Regel im Passagierraum. Allerdings sind besonders lange Flugreisen für viele Tiere aufgrund mangelnder Bewegungsfreiheit strapaziös. Ähnlich ist es bei mehreren Stunden dauernden Zugfahrten ohne längere Pausen.

Krankheiten im Ausland: Infektionskrankheiten und Unfälle
Wie Menschen so sind auch Hunde und Katzen nicht davor gefeit, im Urlaub krank zu werden. Besonders in südlichen Urlaubsländern häufen sich die Gefahren, etwa durch die von Zecken übertragenen Infektionskrankheiten Babesiose, Ehrlichiose oder Borreliose. Auch die durch Sand- oder Schmetterlingsmücken übertragene Leishmaniose oder die durch Mücken übertragbare Herzwurmkrankheit Dirofilariosis sind gefährlich. Bislang sind nur für die Borreliose
und Babesiose Impfstoffe vorhanden.

Im Gebrauch von Antiparasitenmitteln, die verhindern, dass Hunde und Katzen von blutsaugenden Insekten gestochen werden und Parasiten wie Würmer und Insekten töten können, sehen Tierärzte  einen wesentlichen
Schutz. “Sie raten, regelmäßig Antiparasitika zu verwenden, insbesondere vor Reisen in den Mittelmeerraum oder in subtropische und tropische Länder”.  Jedoch hilft auch diese nicht vor Alltagsunfällen wie einem Dorn in der
Pfote oder einer Schnittverletzung. Tierärzte empfehlen daher eine Tierkrankenversicherung: “Die Tierkrankenversicherung PetCare der Helvetia z.B. enthält einen Auslandsreiseschutz von vier Monaten. Sollten Hund oder Katze während des Urlaubs, etwa aufgrund einer verletzten Pfote, zum Tierarzt müssen, werden diese Kosten von der Tierkrankenversicherung übernommen.”

Lage der Tierheime dramatisch
Unter Hochdruck bemüht sich der Deutsche Tierschutzbund für seine über 700 Mitgliedsvereine mit mehr als 500 Tierheimen bundesweit um eine Lösung. Dazu gehört neben einer bundesweit einheitlichen Rahmenregelung für die Fundtierkostenerstattung auch ein Finanztopf für dringend erforderliche Investitionen in den Tierheimen.

Offener Brief: Lage der Tierheime dramatisch

Der Deutsche Tierschutzbund geht jetzt einen ungewöhnlichen Weg: Mit einem „Offenen Brief“ hat sich Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, nun an Mandatsträger auf kommunaler Ebene gewandt. Der Text wird in den Monatszeitschriften für Kommunalpolitiker der im Bundestag vertretenen Parteien (AKP - Fachzeitschrift für Alternative Kommunal Politik, DEMO – Demokratische Gemeinde, Das Rathaus, KOPO - Kommunalpolitische Blätter) veröffentlicht.

Wolfgang Apel erläutert zu der Aktion: „Die Tierheime kümmern sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern um jedes Tier – rund um die Uhr. Das gilt auch für Fundtiere. Damit übernehmen die Tierheime Verpflichtungen der Kommunen, bleiben aber immer häufiger auf den Kosten sitzen. Zudem werden immer mehr Lasten als Folge der Gesetzgebung auf den karitativen Tierschutz abgeschoben. Das kann so nicht weitergehen, Tierschutz ist eine staatliche Aufgabe.

Unsere Hilferufe dürfen nicht länger ungehört bleiben, viele Tierheime kämpfen um ihre Existenz. Der Bund, aber im Besonderen die Länder und die Kommunen müssen handeln!“

Nachfolgend der Wortlaut des Offenen Briefes:

Liebe kommunale Mandatsträgerinnen und Mandatsträger, sehr geehrte Damen und Herren,

die Lage der Tierheime wird immer prekärer. Viele Tierheime kämpfen um ihre Existenz. Die Gründe für die Situation sind vielfältig: Die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, aber auch der Sozialgesetzgebung schlagen sich im praktischen Tierschutz negativ nieder.

Auf der einen Seite gehen Spendenaufkommen und Sponsoringleistungen weiter zurück, auf der anderen Seite werden immer mehr Tiere aus finanziellen Gründen abgegeben. Die Verweildauer von Tieren in den Tierheimen hat sich dramatisch erhöht, die Kosten steigen stetig. Es sind erhebliche bauliche Investitionen notwendig, die derzeit von den Tierheimen nicht finanzierbar sind.

Seit Jahrzehnten übernehmen die Tierheime als Tierschutzeinrichtung öffentliche Aufgaben und setzen hier Spendengelder ein. Mit großem Engagement und letztlich auch zur Entlastung der kommunalen Haushalte. Denn die Fundtierverwaltung ist eine Pflichtaufgabe. Eine breit angelegte Umfrage hat nun ergeben, dass die Kommunen durchschnittlich 25 Prozent der im Tierheim anfallenden Kosten übernehmen, aber knapp 80 Prozent der Leistungen abrufen.

Die Tierheime sind nicht mehr länger in der Lage, auf dieser Basis Aufgaben für die öffentliche Hand zu übernehmen. Derzeit könnte ich den uns angeschlossenen über 700 Tierschutzvereinen nur raten, eine Fundtierbetreuung abzulehnen. Aber das ist nicht mein, sicher auch nicht Ihr Ziel.

Abgesehen von einem Rückschlag für den Tierschutz insgesamt, wären Insolvenzen der Tierheime auch für Ihre Kommunen tragisch: Die Fundtierbetreuung müssten Sie in eigener Regie übernehmen.

Tierheime sind für eine soziale Gesellschaft wichtig: Wir übernehmen zusätzlich viele pädagogische und therapeutische Aufgaben. In den Tierheimen werden Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen. In der Regel sind Investitionen in den Tierschutz mit Aufträgen für das lokale Handwerk verbunden.

Wir haben bereits alles versucht, mit Ihren kommunalen Spitzenvertretern ins direkte Gespräch einzutreten. Leider wurde ein mit den jeweiligen Präsidenten vereinbartes Spitzengespräch kurzfristig abgesagt. Deshalb wende ich mich heute direkt an Sie:

Bitte helfen Sie uns, Lösungen zu finden! Sicher, es geht um langfristige, überregionale Lösungen: Ein bundesweit einheitlicher Rahmen für die „Fundtierkostenerstattung“ sowie die Schaffung eines dauerhaften Investitionsfonds und eines Nothilfefonds in den öffentlichen Haushalten. Daher kommt es jetzt aber auf Sie vor Ort an. Ich appelliere an Sie: Unterstützen Sie den örtlichen, uns angeschlossenen Tierschutzverein als Ihren Partner. Es ist auch in Ihrem Interesse, die Tierheime zu erhalten.

Wolfgang Apel Präsident des Deutschen Tierschutzbundes

Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.

Sobald die ersten Sonnenstrahlen das Laub erwärmen, erwachen auch die Erdkröten aus ihrer Winterstarre. Ihr Ziel ist es, in die vertrauten Laichgewässer zu wandern.

Die Erdkröten sind z. Zt. noch nicht vom Aussterben bedroht. Allerdings ist der Bestand hier in unserer Region drastisch zurückgegangen. Durch Auffangnetze seitlich am Straßenverlauf können viele Tiere von Helfern eingesammelt und in die Laichgewässer transportiert werden.

Dort, wo keine Netzte gespannt sind - besonders in der Dämmerung und in der Nacht - wird um eine angepasste vorsichtige Fahrweise gebeten. Allein der Luftdruck der vorbeifahrenden Autos genügt, um die inneren Organe der Tiere platzen zu lassen!

Bitte fahren Sie vorsichtig, denn jedes Tier leistet einen Beitrag für unsere Umwelt.

Nähere Informationen finden Sie auch –> HIER

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