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weihnachtsgans (pixelio)Der Gänsebraten ist eines der beliebtesten saisonalen Gerichte in Deutschland. Dabei stammt der überwiegende Teil der Gänse gar nicht aus Deutschland selbst, sondern meist aus Polen oder Ungarn. Zusammengepfercht in riesigen Masthallen werden die Tiere innerhalb von nur zehn Wochen schlachtreif gefüttert. Eine schmerzhafte Tortur, die sie nur mit Hilfe von Antibiotika überstehen, die ihnen unter das Futter gemischt werden.

Hinzu kommt, dass in den EU-Mitgliedsstaaten Polen und Ungarn der sogenannte „Lebendrupf” immer noch Standard ist. Hierbei werden den Gänsen die Federn von Hals, Rücken und Brust bei lebendigem Leib herausgerissen, wobei sie schwer verletzt werden. Die entstehenden Wunden werden sofort unbetäubt (!) genäht.

Wir appellieren daher an alle Bürgerinnen und Bürger, auf die Aufschrift „Freilandhaltung” zu achten und sich bei einem Restaurantbesuch nach der Herkunft des Gänsefleisches zu erkundigen!

Nach Aussagen der Stiftung „Vier Pfoten” wird die Einzelhandelskette Kaufland in diesem Jahr nur Gänsefleisch von Tieren auf den Markt bringen, die garantiert nicht aus Lebendrupf stammen. Weitere Informationen über die Methoden der Daunenindustrie können Sie hier nachlesen –> Daunengewinnung

Übrigens bietet die vegetarische Küche vielfältige und leckere Alternativen zum traditionellen Gänsebraten!

Gans (pixelio)Nachfolgend haben wir  die  verschiedenen Methoden der  Industrie zur Gewinnung von Daunen aufgelistet.

Totrupf
Die Daunen und Federn werden von dem geschlachteten Tier entfernt. Hierzu wird das bereits tote Tier in ein Wachsbad gelassen. Mit dem Wachs werden dann alle Federn ausgerissen. Da das Tier bereits tot ist, kommt es durch das Rupfen zu keinem weiteren Leiden.

Lebendrupf ist in den Hauptproduktionsländern Polen und Ungarn (beides EU-Mitgliedsstaaten!) Standard. Die Gänse werden bis zu viermal in ihrem kurzen Leben per Hand gerupft. Im Akkord werden innerhalb von fünf Stunden ca. 3000 Tiere gerupft. Den Tieren werden Beine und Flügel zusammengebunden. Anschließend werden ihnen bei lebendigem Leib die Federn von Hals, Rücken und Brust herausgerissen und die Tiere dabei schwer verletzt. Die Wunden werden ohne Betäubung notdürftig genäht.

Maschinenrupf ist die „personal sparende Variante” des Lebendrupfes. Nach Erkenntnissen der Organisation „Vier Pfoten” wird dieser in Deutschland und Frankreich praktiziert. Hierbei wird eine Gans an eine schnell rotierende Metallscheibe gehalten, wobei die Federn aus der Haut gerissen werden. Normalerweise wird diese Methode zum Rupfen toter Tiere verwendet. Der Rupf bei lebenden Tieren, inklusive dem Maschinenrupf, ist in Deutschland verboten (vier-pfoten.de).

Mauserrupf
Lebende Gänse liefern ebenfalls Daunen und zwar während der Mauser, bei der sie ihr Federkleid erneuern. In dieser Zeit werden die reifen Federn der Gänse einfach mit der Hand abgestreift. Das belastet die Tiere nicht und fügt ihnen auch keine Schmerzen zu. Diese Methode wird jedoch kaum praktiziert, da sie recht teuer ist. Aussagen von Verkäufern oder Herstellern wie „Die abgefallenen Daunen werden eingesammelt” oder „die Federn werden während der Mauser abgestrichen” sind daher sehr kritisch zu betrachten.

Quellen:
vier-pfoten.de
tierschutznews.ch